Newsletter Dezember 2025: Weihnachtsfeiern, Post, Baurecht u.v.m.

In unserem aktuellen Newsletter für Dezember 2025 informieren wir Sie wieder zur neuesten Rechtsprechung sowie zu Gesetzgebungen aus dem Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht. Die aktuellen Themen sind: AGB-Klausel – Rufnummer plus Passwortpflicht für SIM-Kartensperre unwirksam Altgesellen dürfen väterlichen Handwerksbetrieb übernehmen Auf eine Postlaufzeit von ein bis zwei Tagen kann nicht vertraut werden Gesetzliche Unfallversicherung bei Weihnachts-…

Regelung für Überstundenzuschläge darf Teilzeit nicht benachteiligen

Die Vorgabe eines Tarifvertrags, wonach Mehrarbeitszuschläge unabhängig von der individuellen Arbeitszeit ab der 41. Wochenstunde zu zahlen sind, diskriminiert Teilzeitbeschäftigte. Das hat das Bundesarbeitsgericht entschieden. Die Benachteiligung kann für die Vergangenheit nur dadurch beseitigt werden, dass die Grenze für die Gewährung von Mehrarbeitszuschlägen bei Teilzeitbeschäftigten im Verhältnis ihrer individuellen Wochenarbeitszeit zu der eines Vollzeitbeschäftigten abgesenkt…

Offenbarung des Einkommens bei Bezug von Kindesunterhalt

Ein volljähriges Kind ist zur ungefragten Offenbarung wesentlicher Einkommensverhältnisse verpflichtet, wenn es noch Kindesunterhalt von einem Elternteil bezieht. Das hat das Familiengericht am Amtsgericht Frankenthal (Pfalz) entschieden. Es hat des Weiteren trotzdem auch die eigene Erkundigungsobliegenheit des Unterhaltszahlers hervorgehoben. Zum Hintergrund: Der volljährige Beklagte erhielt aufgrund eines gerichtlichen Vergleichs aus dem Jahr 2014 weiterhin Kindesunterhalt…

Keine Sonderabschreibung für Mietwohnungsbau bei Abriss und Neubau

Die steuerliche Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau ist nicht zu gewähren, wenn ein Einfamilienhaus abgerissen und nur durch einen Neubau ersetzt wird. Die Steuerförderung setzt vielmehr voraus, dass durch die Baumaßnahme bisher nicht vorhandene Wohnungen geschaffen werden. Dies erfordert eine Vermehrung des vorhandenen Wohnungsbestands. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden. Die Klägerin war die Eigentümerin eines vermieteten…

Überlassung eines Firmenwagens erfüllt nicht den Mindestlohn

Durch die Überlassung eines Firmenwagens wird der Mindestlohnanspruch nicht erfüllt. Das bedeutet: Ein Arbeitgeber muss zusätzlich zu den wegen Überlassung eines Firmenwagens bereits entrichteten Sozialversicherungsbeiträgen auch Beiträge auf den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Das hat das Bundessozialgericht in zwei Verfahren entschieden und damit der beklagten Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) in zwei verfahren Recht gegeben. In den…

Landesminister kann zum Stadtrat gewählt werden

Ein Ministeramt ist mit der Mitgliedschaft im Stadtrat nicht unvereinbar. Eine Anfechtung der Kommunalwahl in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz war somit erfolglos. Ein Stadtratsmitglied der Landeshauptstadt Mainz hatte vor dem Verwaltungsgericht gegen die Gültigkeit der Wahl vom 9. Juni 2024 geklagt. Hierbei kandidierten unter anderem vier Minister des Landes Rheinland-Pfalz. Der Minister des Innern und…

Verhältnismäßigkeit einer Probezeit im befristeten Arbeitsverhältnis

Für die Verhältnismäßigkeit einer vereinbarten Probezeit in einem befristeten Arbeitsverhältnis gibt es keinen Regelwert. Vielmehr ist stets eine Einzelfallabwägung unter Berücksichtigung der erwarteten Dauer der Befristung und der Art der Tätigkeit durchzuführen. In einem aktuellen Fall vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte die Klägerin in einem Betrieb seit dem 22. August 2022 als “Advisor I Customer…

Newsletter November 2025: Geschäftsführung, Sonntagsverkauf u.v.m.

In unserem aktuellen Newsletter für November 2025 informieren wir Sie wieder zur neuesten Rechtsprechung sowie zu Gesetzgebungen aus dem Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht. Die aktuellen Themen sind: Grundstücksübertragung durch GbR – Eintragung ins Gesellschaftsregister zwingend Handelsregistereintrag – Begriff “Geschäftsführung” nicht erlaubt Sonntagsverkauf von Dekorationsartikeln und Christbaumschmuck in einem Gartenmarkt Stichtagsregelung bei Jahressonderzahlung EuGH – Arbeitgeber müssen…

Nennung des Kennworts zur Sperrung einer SIM-Karte unzumutbar

Ein Telekommunikationsunternehmen darf vom Kunden nicht verlangen, neben seiner Rufnummer auch sein persönliches Kennwort zu nennen, um seine SIM-Karte sperren zu lassen. Eine entsprechende Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen hat der Bundesgerichtshof (BGH) für unwirksam erklärt. Darin hieß es unter anderem: 7. Sperre 7.1 Der Diensteanbieter darf Sprachkommunikationsdienste und Internetzugangsdienste nach Maßgabe des § 61…