Beschäftigung eines Notarztes ist sozialversicherungspflichtig

Die Tätigkeit als Notarzt im Rettungsdienst ist eine abhängige Beschäftigung und unterliegt deshalb der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Sozialversicherung. Dies hat das Sozialgericht Dortmund im Falle eines Arztes aus Olsberg entschieden. Der betreffende Mediziner übt seit Juli 2017 als Honorarkraft notärztliche Tätigkeiten im Rettungsdienstbereich des Hochsauerlandkreises aus. Der Rentenversicherungsträger stellte die Versicherungspflicht des Arztes in…

Unternehmen übernimmt Umzugskosten von Mitarbeitern

Beauftragt ein Unternehmen Makler für die Wohnungssuche von Angestellten, kann es hierfür den Vorsteuerabzug in Anspruch nehmen. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) zum Vorsteuerabzug aus Maklerleistungen für die Wohnungssuche von Angestellten entschieden, die aufgrund einer konzerninternen Funktionsverlagerung aus dem Ausland an den Standort einer Konzerngesellschaft in das Inland versetzt wurden. Klägerin war eine neu gegründete…

Sonntagsverkauf in einem Bäckerei-Café über den Ladenschluss hinaus

Der Verkauf von Backwaren in Bäckereifilialen mit einem Cafébetrieb ist an Sonntagen auch außerhalb der Ladenschlusszeiten zulässig. Dies hat der für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) zu einer Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs entschieden. Beklagt war ein Hersteller von Brot-, Back- und Konditoreiwaren mit Filialen in München. In zwei Filialen…

Vergütung von Zeitungsausträgern bei Feiertagen in der Woche

Eine arbeitsvertragliche Regelung, nach der ein Zeitungszusteller einerseits Zeitungsabonnenten täglich von Montag bis Samstag zu beliefern hat, andererseits Arbeitstage des Zustellers lediglich solche Tage sind, an denen Zeitungen im Zustellgebiet erscheinen, verstößt gegen den Grundsatz der Unabdingbarkeit des gesetzlichen Anspruchs auf Entgeltzahlung an Feiertagen. In dem zugrunde liegenden Verfahren am Bundesarbeitsgericht war der klagende Zeitungszusteller…

Staat übernimmt nicht die Kosten für den Abiball

Beim für sie zuständigen Jobcenter beantragten die Klärgerinnen die zuschussweise Übernahme der Kosten für ihren Abiball: jeweils 100 Euro für die Anmietung einer Lokalität, 27 Euro für den Eintritt sowie etwa 90 Euro für neue Kleider und Schuhe. Nachdem das Sozialgericht Düsseldorf die Ablehnung des Jobcenters bestätigt hatte, wies auch das Landessozialgericht NRW die Berufung…

Dienstliche Beurteilung durch einen Mitbewerber unzulässig

Wird eine dienstliche Beurteilung fehlerhaft erstellt, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Entfernung der dienstlichen Beurteilung aus seiner Personalakte, wenn sich ein Fehler im Beurteilungsverfahren auf das Beurteilungsergebnis auswirken kann. Die Klägerin war bei einer Behörde als Sachbearbeiterin tätig. Im Juli 2018 bewarb sie sich dort auf eine Teamleiterstelle. An dem Bewerbungsverfahren nahmen neben ihr noch…

Newsletter Oktober 2019: Aktuelle Beschlüsse der Bundesregierung u.v.m.

Unten finden Sie unseren Newsletter Oktober 2019 über die neueste Rechtsprechung sowie Gesetzgebungen aus dem Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrecht. Die aktuellen Themen sind: Bundesregierung erweitert Bekämpfung der Geldwäsche Bundeskabinett beschließt Angehörigen-Entlastungsgesetz Bundesregierung fördert Photovoltaik-Ausbau Bundesregierung beschließt Wohn- und Mietenpaket Bußgeld bei Vermietung von Wohnraum als Ferienwohnung Makler verliert Vergütungsanspruch bei Falschberatung Abschluss eines Kaufvertrags auf…

Unbelegte Brötchen mit Kaffee sind noch kein Frühstück

Unbelegte Backwaren mit einem Heißgetränk sind kein Frühstück im lohnsteuerrechtlichen Sinne. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem Streitfall zwischen einem spendablen Arbeitgeber und dem Finanzamt entschieden. Die Firma stellte ihren Mitarbeitern unbelegte Backwaren wie Brötchen und Rosinenbrot nebst Heißgetränken zum sofortigen Verzehr kostenlos bereit. Das zuständige Finanzamt sah dies als ein Frühstück an, das…

Keine Beseitigung von Birken wegen Laubfall und Pollenflug

Ein Grundstückseigentümer kann von seinem Nachbarn in aller Regel nicht die Beseitigung von Bäumen wegen der von ihnen ausgehenden natürlichen Immissionen auf sein Grundstück verlangen, wenn die für die Anpflanzung bestehenden landesrechtlichen Abstandsregelungen eingehalten sind. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Rechtsstreit zweier Eigentümer benachbarter Grundstücke in Baden-Württemberg entschieden. Auf dem Grundstück des Beklagten…

Bewertung von Gebrauchsspuren an Böden in der Mietwohnung

Nach Beendigung eines 14 Jahre dauernden Mietverhältnisses und nach dem Auszug des Mieters wollte ein Vermieter mit seiner Klage Schadensersatzansprüche wegen Beschädigungen an der Mietwohnung geltend machen. Er trug vor, der in der Wohnung verlegte Laminatboden habe mehrere Einkerbungen aufgewiesen und der Teppichboden zahlreiche Verfärbungen. Hierbei handle es sich nicht um Gebrauchsspuren, sondern um ersatzfähige Beschädigungen.…